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2003
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AK 8

Gerechtigkeit der Generationen - Folgen des demografischen Wandels in Deutschland

"Ich bin 72 Jahre alt, Vater dreier Töchter, habe 40 Jahre im Kohlebergwerk gearbeitet und in die Kasse eingezahlt. Da wird eine neue Hüfte ja wohl drin sein!" Es war kein Rentner, der dies und Ähnliches sagte, sondern ein noch junger Teilnehmer. Ort der Handlung war der Arbeitskreis "Gerechtigkeit der Generationen - Folgen des demografischen Wandels in Deutschland". Die Abgeordnete Sabine Bätzing (SPD) hatte die Idee, die Teilnehmer für ein Rollenspiel in "Jugendliche" und "Senioren" einzuteilen. Das Thema "Gerechtigkeit zwischen den Generationen" sollte aus den unterschiedlichen Sichtweisen der Senioren und der Jugendlichen dargestellt werden. So konnte das Spiel als Grundlage für die argumentative Diskussion dienen.

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Das Konzept ging auf. Schnell fanden die Mitspieler in ihre Rollen. Die "Senioren" kannten die Argumente der älteren Generation genau, die Jugendlichen die ihren sowieso. Aussage prallte auf Aussage, Argument wurde mit Gegenargument, Lebenslauf mit Lebenslauf beantwortet. In der sehr lebendigen und aktiven Debatte kristallisierte sich sehr schnell heraus, wie brisant und wie wichtig für die Jugendlichen die Frage nach der Generationengerechtigkeit ist. Das Rollenspiel kam bei den Teilnehmern gut an. Für Daniel Kunz aus Hessen war es wichtig, das Problem der Gerechtigkeit zwischen den Generationen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. "Richtig professionell" hätten die Jugendlichen diskutiert, befand auch Sabine Bätzing, die den Ausschuss zusammen mit Gisela Piltz (FDP) leitete.

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Im zweiten Teil der Sitzung wurde der Arbeitskreis in fünf kleine Gruppen unterteilt, wodurch effektiv gearbeitet werden konnte. Am Ende stand fest: Das Sozialsystem muss zügig neu strukturiert werden!

Einhellig forderten die Jugendlichen die Gleichbehandlung aller Versicherten im Gesundheitssystem. Trotzdem müsse vor allem die junge Generation mehr Eigenverantwortung durch eine kapitalgedeckte Versicherung übernehmen. Familie und Erziehung müsse sich wieder lohnen. Deswegen sei eine Anrechnung der Erziehungszeiten auf die Rente in Form eines prozentualen Bonus erstrebenswert. Insbesondere von den Rentnern forderten die Jugendlichen ein verstärktes ehrenamtliches Engagement.

sts / ger

Quelle: http://www.bundestag.de/dialog/JuP_2003/JuPITER/programm/ak_8
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