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1966ff. Rezession und Große Koalition

Fotografie: Bundesaußenminister Willy Brandt gratuliert Bundeskanzler Dr. Kurt Kiesinger
Nach der Vereidigung: Bundesaußenminister Willy Brandt gratuliert Bundeskanzler Dr. Kurt Kiesinger
© dpa

Als Bundeskanzler Ludwig Erhards Nimbus des "Wirtschaftswundermannes" mit der Rezession 1966 verblasst, kommt es im Dezember 1966 zu einer Großen Koalition. In seiner Regierungserklärung umreißt der neue Kanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) die Koalition als "Bündnis auf Zeit", um vor allem die Wirtschaftskrise zu bewältigen. Erstmalig nach 1949 befinden sich die Sozialdemokraten mit Willy Brandt als Vize-Kanzler und Außenminister in der Regierungsverantwortung.

Um die Rezession möglichst rasch zu beenden, arbeiten die Politiker ab Februar 1967 in einer "Konzertierten Aktion" eng zusammen mit den Gewerkschaften, den Arbeitgebern und der Bundesbank. Auch Vertreter der Gebietskörperschaften (Bund, Länder und Gemeinden) und der Landwirtschaft beteiligen sich an den regelmäßigen Treffen, um die Situation auszuloten und ihr Verhalten aufeinander abzustimmen.

Gleichzeitig informieren die Fachleute in zahlreichen Anhörungen die zuständigen Ausschüsse im Bundestag. Dank zügiger Beratungen verabschiedet das Parlament schon im Juni 1967 ein wirksames wirtschaftspolitisches Instrumentarium.

Die Rezession 1966/67 kann mit gezielten Maßnahmen rasch gebremst werden. Doch wie lange wird diesmal der wirtschaftliche Aufschwung anhalten? Ist das westdeutsche Wirtschaftssystem dem ostdeutschen wirklich überlegen, wie man glaubte? Die Konkurrenz der beiden deutschen Staaten spitzt sich zu.

Dagegen bringt der Juli 1967 die europäische Integration eine Etappe weiter: Montanunion, EURATOM und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft erhalten gemeinsame Organe innerhalb der Europäischen Gemeinschaften.

ZeitPunkte: Daten und Fakten der 5. Wahlperiode (1965 - 1969)
Quelle: http://www.bundestag.de/parlament/geschichte/parlhist/streifzug/g1960/g1960_4
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