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105/2000
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INNOVATIONSFÄHIGKEIT DEUTSCHLANDS POSITIV EINGESCHÄTZT (UNTERRICHTUNG)

Berlin: (hib/MAR-bf) Die Bundesregierung fühlt sich durch die Analysen und Handlungsempfehlungen des "Berichts zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands 1999" bestätigt.

In ihrer Stellungnahme zu dieser als Unterrichtung (14/2957) vorgelegten Untersuchung fünf führender wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Forschungsinstitute stellt sie Übereinstimmung in der grundsätzlich positiven Einschätzung der Innovationsfähigkeit Deutschlands fest.

Gleichzeitig sieht sie aber auch den hohen Reformbedarf, um den Wandel zur Wissensgesellschaft erfolgreich zu gestalten.

In einer Welt, so die Regierung weiter, in der die Länder immer enger zusammenrückten und Entfernungen eine immer geringere Rolle spielten, werde "Wissen" und "Kreativität" zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Nationen, die über nur geringe Rohstoffvorkommen verfügten wie die Bundesrepublik, seien darauf angewiesen, durch technologischen Vorsprung und Spezialisierung ihren Platz in der weltwirtschaftlichen Arbeitsteilung zu behaupten.

Die Bundesregierung betont in ihrer Stellungnahme die Technologieführerschaft deutscher Unternehmen in Europa. Die Patentintensität liege in Deutschland mit 450 etwa doppelt so hoch wie in Frankreich oder Großbritannien. Rund fünf Prozent des Umsatzes deutscher Industrieunternehmen würden für Innovationen ausgegeben. Bei der Ausfuhr forschungsintensiver Güter belege Deutschland gleichauf mit Japan den zweiten Platz hinter den USA, habe hier beim Welthandelsanteil innerhalb der letzten zehn Jahre aber rund drei Prozentpunkte eingebüßt. Als "Achillesferse" des deutschen Innovationssystems bewertet die Regierung die vergleichsweise schwache Position Deutschlands bei modernen Informations- und Kommunikationstechniken. Schwächen macht sie hier vor allem bei Informationstechnologien aus.Demgegenüber stellt die Regierung fest, Deutschland verzeichne seit Mitte der 90er Jahre mehr und mehr Gründungen bei Spitzentechnologien. Besonders dynamisch entwickle sich der Bereich der Nachrichtenübermittlung. Positiv wird auch der Aufholprozess in den neuen Ländern bewertet, wo Unternehmen der Spitzentechnologie zwischen 1993 und 1998 zweistellige Zuwachsraten hätten erzielen können. Doch seien die Niveauunterschiede bei Forschung und Entwicklung zwischen alten und neuen Ländern noch immer beträchtlich.

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Verantwortlich: Uta Martensen
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Quelle: http://www.bundestag.de/bic/hib/2000/0010503
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