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244/2000
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AUF CHEMISCHE PFLANZENSCHUTZMITTEL NICHT VERZICHTEN (ANTWORT)

Berlin: (hib/SAM-lw) Die Bundesregierung vertritt die Auffassung, der chemische Pflanzenschutz sei auf absehbare Zeit nicht verzichtbar, auch wenn es gelte, nichtchemische Alternativen zu entwickeln.

Die Anzahl der in Deutschland mit Stand vom 14. Juli dieses Jahres zugelassenen Pflanzenschutzmittel (PSM) belaufe sich auf 1.127 mit insgesamt 277 Wirkstoffen, teilt die Regierung in ihrer Antwort (14/4136) auf eine Große Anfrage der F.D.P.-Fraktion (14/3054) weiter mit.

Dazu gehörten 350 Herbizide, 272 Pilzbekämpfungsmittel im Garten- und Weinbau (Fungizide) und 265 Insekten- und Milbenbekämpfungsmittel (Insektizide/Akarizide).

Die Absatzmenge habe bei den Herbiziden im Jahr 1991 bei 18.922 Wirkstoffen gelegen und sei 1999 auf 15.825 Wirkstoffe zurückgegangen.

Den Angaben zufolge hielt sich der Absatz von Fungiziden mit 9.702 Wirkstoffen 1999 gegenüber 9.760 Wirkstoffen im Jahr 1991 in etwa konstant.

Der Verkauf von Insektizid/Akarizid-Wirkstoffen hat nach Information der Bundesregierung zwischen 1991 und 1999 von 3.901 auf zuletzt 6.125 Wirkstoffe zugenommen.

Die Zahlen gäben aber nicht die tatsächliche Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wieder, da auch für Lagerhaltung oder Weiterverkauf bestimmte Mittel enthalten seien.

Die Regierung geht ferner davon aus, dass künftig bei der Zulassung von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden verstärkt auf in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffene Entscheidungen zurückgegriffen werden kann.

Dies beruhe auch auf der fortschreitenden Harmonisierung der Bewertungen in den EU-Mitgliedstaaten, heißt es weiter.

Dennoch rechnet die Bundesregierung eigenen Angaben zufolge weder damit, dass die EU-Kommission einen Vorschlag für eine einheitliche EU-Zulassung von formulierten Pflanzenschutzmitteln im Handel vorlegen wird, noch damit, dass die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten einem solchen Vorschlag der Kommission zustimmen würde.

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Verantwortlich: Uta Martensen
Redaktionsmitglieder: Dr. Bernard Bode, Rainer Büscher, Michael Klein, Sabrina Möller,
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Quelle: http://www.bundestag.de/bic/hib/2000/0024401
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