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232/2006
Datum: 03.08.2006
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heute im Bundestag - 03.08.2006

Bundesregierung: Nanotechnologie für Deutschland von großer Bedeutung

Bildung und Forschung/Antwort

Berlin: (hib/SUK) Die Bundesregierung fördert in diesem Jahr Verbundprojekte in der Nanotechnologie mit rund 134 Millionen Euro - damit hat sich das Fördervolumen in diesem Bereich seit 1998 vervierfacht. Das teilt die Regierung in ihrer Antwort ( 16/2322) auf eine Kleine Anfrage der Bündnisgrünen ( 16/2150) mit. Die Nanotechnologie sei als Schlüssel- und Querschnittstechnologie von "hoher Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland". Für Branchen wie Automobilbau, Chemie, Pharma, Informationstechnik und Optik werde die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte wesentlich auch von der "Erschließung des Nanokosmos" abhängen. Die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) konzentriere sich auf fünf Bereiche, in denen "Leitinnovationen" entwickelt worden seien: den Automobilbau mit der Leitinnovation "NanoMobil", die Chemie mit "NanoChem", die Halbleitertechnik mit "NanoFab", die Medizin mit "NanoforLife 1" und die Lichttechnik mit "NanoLux". In diesem Jahr würden zusätzlich zu den 134 Millionen Euro an BMBF-Projektmitteln etwa 162 Millionen Euro an institutionellen Mitteln (gemeinsam mit den Ländern) in die Nanotechnologie investiert. Damit betrage das Gesamtfördervolumen mehr als 220 Millionen Euro. Weiter heißt es in der Antwort, durch die Nanotechnologie werde derzeit ein Weltmarkt von etwa 100 Milliarden Euro beeinflusst. Sie habe schon heute einen "erheblichen Einfluss" auf für Deutschland wichtige Schlüsselbranchen. In der Bundesrepublik seien etwa 550 Unternehmen mit der Entwicklung, Anwendung und dem Vertrieb nanotechnologischer Produkte befasst, darunter etwa 120 Großunternehmen und 440 kleine und mittelständische Unternehmen. Rund 55.000 Arbeitsplätze hingen direkt oder indirekt von nanotechnologischen Produkten ab. Die Bundesregierung geht davon aus, dass hier mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen zu rechnen ist: Für den Zeitraum 2003 bis 2006 hätten knapp die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen mit einem Mitarbeiterzuwachs von mehr als 20 Prozent gerechnet, ein Drittel mit mehr als 50 Prozent und fast 20 Prozent mit einer Verdopplung der Arbeitsplätze. Auf die Frage der Fraktion, welche Aktionen veranstaltet worden seien, um die Entwicklung nanotechnologischer Instrumente zu fördern, gibt die Regierung an, sie sehe es als vordringliche Aufgabe an, den Zugang zu Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung für kleine und mittlere Unternehmen zu "optimieren". Die Förderinitiative "NanoChance" unterstütze die Unternehmen, die auf dem Gebiet der Nanotechnologie tätig sind. Die Förderung erster Projekte werde zwischen Oktober und Dezember dieses Jahres beginnen. Veränderungsbedarf bei bestehenden Normen, Gesetzen und Verordnungen aufgrund nanotechnolgischer Entwicklungen sehe man derzeit allerdings nicht. Solle sich dies ändern, werde die Bundesregierung einen Bericht vorlegen.
Quelle: http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2006/2006_232/04
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