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Alt 11.03.2006, 14:24
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Standard A.f.

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
ich denke, es geht schon lange nicht mehr um eine positive und gedeihliche Entwicklung Deutschlands. Es ist mir in jeder Hinsicht völlig unverständlich, wie in unserem Lande die Zukunft sehenden Auges verspielt wird. Dabei geht es schon gar nicht mehr um ein paar Milliarden mehr oder weniger Schulden. Letztendlich wird der Euro wohl genauso in einer Währungskrise untergehen, wie vorangegangene Währungen auch. Viel schlimmer als alle diese Probleme ist die Demographie. Während man hierzulande von politischer Seite gerne verniedlichend von "demographischem Wandel" schwafelt, geht es in Wahrheit um eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. Dabei wird von den pol. Verantwortlichen zu allem Überfluss auch noch so getan, als ob es hauptsächlich nur um die Generation der heute 30-45-jährigen geht. Das ist kompletter Schwachsinn, wenn ich mir die gegenwärtige Geburtenrate so anschaue. Denn bei einer Geburtenrate von ca. 1,3 Kindern/Frau (Tendenz kontinuierlich fallend) setzt sich das Demographie- und damit Rentenproblem immer weiter fort. Deutschlant schrumpft so mit jeder Generation um etwa 1/3. Daraus könnte man also schließen, dass unserer Staatsführung das Schicksal unseres Landes irgendwie komplett egal ist. Denn sie tut nichts (von etwas Kosmetik und Gerede mal abgesehen). Die Farbe der pol. Führung ist hier völlig austauschbar. Da ich hiermit nicht das Thema verfehlen möchte, kann der Bezug zum Haushalt leicht hergestellt werden, denn dieses Thema (Bevölkerungspolitik) hat in erheblichem Maße mit Finanzen zu tun (wenn auch eine ganze Reihe weiterer Aspekte von erheblicher Bedeutung ist). Wie z.B. können sie erklären, dass unser Staat verbissen auf max. 460(?) Millionen Euro für Familienförderung ringt, gleichzeitig aber mal locker 2 ooo ooo ooo Euro (durch "großes Verhandlungsgeschick") für Brüssel zusätzlich in der Tasche hat? Dies ist nur ein Beispiel. Von Kongo-Militäreinsätzen, Heimatverteidigung am Hindukusch und ähnlichen teuren Abenteuern mal abgesehen.
Diese irrsinnige Vernachlässigung des Fundamentes unseres Landes-ein Land ohne Kinder hat keine wirkliche Zukunft-wird nun mittlerweile seit Jahrzehnten betrieben und dabei fällt unseren polit. Vertretern nichts anderes ein als auf private Rentenvorsorge zu verweisen. Die Vorstellung, dass die einzige effektive und dauerhaft funktionierende Altersvorsorge nur die gesunde Alterspyramide sein kann, kommt unseren Volksvertretern wohl gar nicht mehr. Sollte es so sein, dass sich der Staat für überhaupt nichts mehr zuständig fühlt und alles nur noch zur Privatsache erklärt (vom Steuern kassieren mal abgesehen)? Dann frage ich mich allerdings, wofür die Damen und Herren Repräsentanten noch ihr Einkommen beziehen. Kurz und gut, der Staat sollte seiner Verantwortung gerecht werden und endlich Politik zum Wohle des Volkes und vor allem für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands tun. Dies kann nur gelingen, wenn Deutschland endlich wieder ein normales Verhältnis zu Kindern und Familie entwickelt. Das dies möglich ist, können wir Beispielhaft in unserem Nachbarland Frankreich sehen (selbst in den USA ist die Geburtenrate wesentlich höher). Denn eines dürfte klar sei: Geht die Entwicklung so weiter wie bisher, ist das ganze Gerede um mehr Wachstum nichts weiter als Geisterbeschwörung. Wie sagte schon Henry Ford: "Autos kaufen keine Autos". Es gibt in Deutschland nicht zu viele Rentner. Man sollte endlich damit aufhören, die Deutschen ständig gegeneinander auszuspielen (jung gegen alt, arm gegen reich, ost gegen west, und im Zweifelsfalle ist der gewöhnliche Beamte der Geldvernichter). Es gibt nur zu wenig junge Menschen. Apropos Subventionsabbau: EU-Europa ist wohl das größte Subventionsmonster der Welt. Aber scheinbar ein Tabuthema. Das Argument, Deutschland profitiert besonders von der EU ist irreführend. Den Titel des Exportweltmeisters verdankt Deutschland nicht irgendwem, sondern einzig und allein seiner eigenen Leistungsfähigkeit und dem Fleiß seiner Bürger. Also dann, ran an den Subventionsabbau!

A.F. P.S. Ich habe 3 Kinder und erwarte das 4. Aber nicht wegen, sondern trotz unserer Politik.