Implizite und explizite
Verschwendung
Liebe Abgeordnete und
Mitbürger,
nach all den Beiträgen allgemeiner Natur.
Ein Bundeshaushalt ist geeignet um die Mittel sinnvoll für die
Ziele der Politik bereitzustellen. Dabei sollte die Maßnahmen
Vorrang haben, die
a) die beste Aussicht auf Erfolg versprechen und
b) das keinste Risiko bergen.
Leider sehe ich zunehmend Themen, die viel Geld verschlingen, aber
entweder blauäugig ob der Rechtslage oder der technischen
Machbarkeit angestossen werden. Selber seit vielen Jahren
professionell in der IT tätig, kann ich nur diese Projekte mit
Kompetenz kommentieren.
Aktuelle Beispiele:
LKW Maut: Das Projekt war bereits mit Unterzeichnung des Vertrages
zum Scheitern verurteilt, da die angesetzte Projektlaufzeit
sämtlichen(!) Experten, mit denen ich mich darüber
untehalten habe, zu kurz erschien. Die Ausfälle an LKW Maut
hätten nicht sein müssen.
Biometrischer Reisepass:
Bis heute ist es schwierig geeignete Passbilder anfertigen zu
lassen. Die Gebühren sind deutlich gestiegen, ein Mehrwert
nicht sichtbar. Selbst die Initiatoren des biometrieschen Passes,
die USA, haben noch keinen (nicht einmal einen
Personalausweis).
Softwareprojekte bei den Arbeitsämtern und Finanzbehörden
möchte ich nicht kommentieren, ich frage mich aber, ob
Regressfordrungen auf Grund der offensichtlichen Schlechtleistung
geltend gemacht wurden.
Jedes Unternehmen würde dies einfordern.
Die Vorratsdatenspeicherung in der Telekommunikation:
Leider steht wieder ein Thema an, das nach meinem
Rechtsverständnis gegen elementare Grundsätze des
deutschen Rechtswesens verstößt. Die Bedrohung, die aus
einer flächendeckenden Bespitzelung der Bevölkerung
erwächst wurde nach dem Ende des NS Regiemes heiß
diskutiert, die Überwachung in der ehemaligen DDR noch zu
meinen Schulzeiten stark verurteilt.
Jetzt wird ein Prozess in Gang gesetzt, bei dem den Steuerzahler in
die Kosten für die Bespitzelung ihres Kommunikationsverhaltens
auferlegt wird. Ob diese Kosten erst dann anfallen, wenn der BGH
über die rechtmäßigkeit des Gesetztes geurteilt hat
(und es - hoffentlich - kippt), oder bereits vorher, wage ich zu
bezweifeln.
Meine Bitte:
Wir können sehr viel Geld sparen, wenn wir zunächst
nachdenken, dann prüfen und erst am Ende das Geld aufwenden.
Oder bauen Sie Ihr Haus in einem Naturschutzgebiet um dann
festzustellen, dass das so nicht ging, die Natur jetzt leider
zerstört ist und Sie den abriss auch noch bezahlen
müssen?
Mit einem sinnvollen Haushalt läßt sich soetwas
frühzeitig steuern.
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