Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
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    Multimediale Schulbiblikotheken ja, aber bitte kein neues Schulfach!

    Ich fordere die Kommission auf, sich für die Schulbibliotheken einzusetzen und dem Bund, den Ländern und den kommunalen Schulträgern konkrete Maßnahmen vorzuschlagen. Es muss eine geeignete Infrastruktur in den Schulen geben.

    Schulbibliotheken sind als multimediale Wissens- und Lernzentren der geeignete Ort. Weltweit ist die Schulbibliothek im digitalen Zeitalter angekommen, nur in Deutschland leider sehr wenig.
    Es geht nicht um mehr Bücherregale oder Computerräume. Es geht auch nicht darum, besser googeln zu können oder für jeden neuen Hype einen Kurs anzubieten. Wer gelernt hat, bei Twitter eine Information zu finden oder eine Website auf vollständiges Impressum, aktuelles Update und übersichtliches Layout zu überprüfen kann, ist noch lange nicht informationskompetent oder gar gebildet. „Surfen“ können auf dem Meer der Informationen, wie es eine Metapher nennt, ist kein Selbstzweck, schon gar kein Bildungsziel.

    Moderne Informations-, Wissens- und Lesezentren helfen Lehrerinnen und Lehrern, einen besseren Unterricht zu machen, in dem sie unterschiedliche Medien in Lernprozessen nutzen. Schülerinnen und Schüler lernen, bessere Referate und Facharbeiten zu schreiben und ihr Wissen besser zu kommunizieren. Da auch weiterhin Lesen und Schreiben die Basiskompetenzen sein werden, kann man die Orte, die man für solches Lernen braucht, weiterhin Schulbibliothek nennen. Dass visuelle und auditive Kompetenzen auch, aber in geringerem Umfang, das Lernen begünstigen, ist nachgewiesen.
    Dieses Lernen ist Kern von Unterricht und kann weder in ein einzelnes neues Fach noch an außerschulische Institutionen ausgelagert werden.
    Optimal wäre es, wenn die Fachlehrerinnen und Fachlehrer im Rahmen ihrer fachwissenschaftlichen und unterrichtsmethodischen Ausbildung auch lernten, digitale Medien zu nutzen und sich mit Chancen und Gefahren digitaler Medien auseinanderzusetzen. Andererseits müssen Medien- und Informationsspezialisten wissen, wie Schülerinnen und Schüler lernen, wie man Unterricht plant und durchführt. Eine „hybride“ Ausbildung (teacher-librarian, documentaliste, library media specialist) oder eine Zusammenarbeit beider vor und im Unterricht wäre nötig. Beides gibt es in vielen Staaten, leider aber nicht in Deutschland.

    Der Kommission empfehle ich eine Studienreise. Geeignete Schulen in Südtirol, USA, Portugal, den Niederlanden, sogar einige wenige auch hierzulande, nenne ich gerne.

  2. #2
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    ?

    Ich will nur mal wissen ob die herren und damen der parteien sich an ihren eid erinnern können! sie müssen fürs volk arbeiten und nicht das volk für sie! die jetzige politik erinnert mich an einen kindergarten! warum arbeitet ihr nicht für das gesamte volk sondern nur für die lobby! frau merkel! wie wollen sie das verstehen? sie haben schon immer für die lobby gearbeitet! eigentlich sollte jeder der unser land regieren will politik studieren und nicht physik! und tausend nebenjobs für politiker aber nicht für den bürger! ist doch ganz einfach! wenn die leute ihre arbeit gut bezahlt bekommen dann gibts aufschwung! aber wenn ich nur in die eigene tasche arbeite wird das nix! wir sind hier in westdeutschland frau merkel! nur bla bla bla löst keine probleme! machen sie das volk glücklich und sie werden wiedergewählt! wenn nicht sind sie eben nicht die richtige! schade ich war mal stolz auf mein land! das war vor merkel! nicht quatschen,machen!

  3. #3
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    Hier gibt es alle aktuellen Infos zu der Multimedialen Schulbibliothek gratis
    Geändert von enquete1 (22.11.2010 um 09:44 Uhr)

  4. #4
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    Dass Medienkompetenz nicht in einem separaten Schulfach gelehrt werden könne, habe ich schon mehrmals gehört. Bisher habe ich dafür aber keine überzeugende Begründung gehört. Ich bin der Meinung, dass das sehr wohl geht. Ein Beispiel wie das aussehen könnte, habe ich hier gegeben: http://felixregentag.files.wordpress...nkompetenz.pdf

    Das Argument, dass das Wissen zu schnell veraltet wäre, träfe in ähnlichem Maße auch auf den Sozialkundeunterricht zu. Und die Erfahrung zeigt, dass dieser sehr wohl möglich ist. Es werden zwar ständig neue, angepasste Auflagen der Lehrbücher gedruckt, aber das stellt ja kein Problem dar.

    Auf der anderen Seite bin ich nicht davon überzeugt, dass die Schulbibliothek ausreicht um Medienkompetenz zu vermitteln. Meine Schulzeit ist noch nicht allzu lange her und ich kann sagen, dass diese zumindest an meiner Schule (und ich kann mir schwer vorstellen, dass es an anderen Schulen anders wäre) nur von einem Bruchteil der Schüler genutzt wird. Und gerade die Schüler, die mehr Medienkompetenz erlernen sollten, halten sich vermutlich am wenigsten in der Bibliothek auf. Deshalb plädiere ich für ein Vermitteln von Medienkompetenz im Unterricht und am besten direkt als eigenes Schulfach. Es gibt genügend Inhalte und genügend Möglichkeiten, Medienkompetenz mittels passender "Übungsaufgaben" zu vermitteln und zu üben.

  5. #5
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    Ich hoffe dieser Thread ist nicht schon zu alt, um ihn wieder aufzuwärmen...

    Ich fordere die Kommission auf, sich für die Schulbibliotheken einzusetzen und dem Bund, den Ländern und den kommunalen Schulträgern konkrete Maßnahmen vorzuschlagen. Es muss eine geeignete Infrastruktur in den Schulen geben.
    Schulen müssen überhaupt eine "geeignete Infrastruktur" haben.
    Vorschläge sind schön und gut, aber am Ende wird man dann keine nennenswerten Fortschritte verbuchen können. Konkrete Vorgaben sind da leider wohl der einzige Weg, wenn man positive Veränderungen erreichen will. Ansonsten droht das alles im Sande zu verlaufen...


    Auf der anderen Seite bin ich nicht davon überzeugt, dass die Schulbibliothek ausreicht um Medienkompetenz zu vermitteln. Meine Schulzeit ist noch nicht allzu lange her und ich kann sagen, dass diese zumindest an meiner Schule (und ich kann mir schwer vorstellen, dass es an anderen Schulen anders wäre) nur von einem Bruchteil der Schüler genutzt wird.
    Das kann ich als Schüler nur bestätigen...

    Trotzdem stellen sich mir da einige wie ich finde nicht unwichtige Frage:

    1. Wer soll das Fach unterrichten ? Lehrer!?

    2. Was verspricht man sich von dem Fach ? Eine Frage, die sich dann natürlicherweise anschliesst:

    3. Wie will man die (positive) Wirkung nachweisen ? Tests!? Klausuren!?

    4. Soll für das Fach eine Benotung vorgenommen werden oder nicht ?

    5. Wer soll überhaupt unterrichtet werden ? Altersabhängig!?

  6. #6
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    Zitat Zitat von Sebastian Beitrag anzeigen
    Ich hoffe dieser Thread ist nicht schon zu alt, um ihn wieder aufzuwärmen...
    Also ich würde es begrüßen, wenn hier mehr diskutiert würde. Die Beteiligung ist momentan ziemlich mau.

    1. Wer soll das Fach unterrichten ? Lehrer!?
    Letztendlich ja. Dafür sind sie wohl da. Natürlich bedeutet das, dass diese ggf. erst einmal selbst etwas lernen müssen. Aber irgendwo muss man ja anfangen.

    2. Was verspricht man sich von dem Fach ?
    Kurz: die Vermittlung von Medienkompetenz. Das heißt im Einzelnen:
    • Wie geht man allgemein mit Informationen um? Wie bewertet und analysiert man sie? Wie erkennt man falsche, schwammige, tendenziöse oder fragwürdige Informationen? Stichworte hierzu: Zeitungsenten, PR, Hoaxes, Verschwörungstheorien, Moderne Sagen, Kommunikationsguerilla, etc.
    • Wie geht man mit Internetquellen um? Es gibt Lehrer, die die Wikipedia verteufeln, andere geben als Hausaufgabe, einen Wikipedia-Artikel zu lesen. Fakt ist wohl, dass man einfach lernen muss, damit umzugehen. Aber wie viele der Wikipedia-Leser wissen, dass es zu jedem Artikel eine Diskussionsseite gibt? Oder eine Versionshistorie? Und wie viele wissen das auch zu nutzen? Oder tun es sogar?
    • Aber auch genauso: Wie bewertet man die Qualität von Informationen in den Printmedien? Diese sind ja selbstverständlich nicht per se den Onlinemedien überlegen.
    • Überhaupt sollte gelehrt werden, wie Medien funktionieren, was ihre Beschränkungen und Möglichkeiten sind, wie man sie nutzt, auf was man achten muss, etc. Dazu zählt natürlich auch das Internet, aber auch die klassischen Medien wie Zeitung, Radio und Fernsehen. Wie funktioniert Journalismus? Wie entstehen Nachtrichten? Was machen Nachrichtenagenturen?
    • Und generell bietet das die Möglichkeit, kritisches Denken zu lehren, was für eine Demokratie ja nur vorteilhaft sein kann.
    • Auch technische Aspekte sind wichtig: Wie viele wissen, was "BCC" bei E-Mails bedeutet? Oder was RSS ist? Oder eine URL? Wer weiß, was Spamcrawler sind und wie man sich vor ihnen schützt?
    • Datenschutz ist ein weiterer Punkt. Alle lamentieren, dass jeder seine Daten frei ins Netz stellt, aber kaum einer klärt über die Folgen auf.
    • Rechtliche Aspekte gehören auch dazu: Auf Schulhöfen kursieren die irrwitzigsten Vorstellungen vom Urheberrecht. Und in den Medien, Kinowerbespotts u.ä. wird einseitig der Raubmordkopierer verteufelt, aber davon, dass Goethes Werke allesamt gemeinfrei sind, sagt niemand etwas. Und ein bisschen Wissen über Vertragsschlüsse, AGBs und Fernabsatz schadet in der heutigen Zeit auch nicht.


    Inhalte, wichtige und relevante Inhalte gibt es also genug. Mehr als genug.

    3. Wie will man die (positive) Wirkung nachweisen ? Tests!? Klausuren!?
    4. Soll für das Fach eine Benotung vorgenommen werden oder nicht ?
    Ja, schätze ich mal. Ich sehe darin auch kein sonderliches Problem. Wenn man Sozialkunde, Philosophie und Deutsch benoten kann, kann man Medienkompetenz auch benoten. Und es mangelt auch nicht an Materialien und Aufgaben. Ich hab dazu schon einiges zusammen getragen:

    http://felixregentag.files.wordpress...nkompetenz.pdf

    Kommentare sind jederzeit herzlich willkommen.

    5. Wer soll überhaupt unterrichtet werden ? Altersabhängig!?
    Mein Ansatz für ein "Lehrbuch" (siehe oben) ist inhaltlich auf 10. Klasse und Oberstufe ausgerichtet. Das war für mich am einfachsten. Aber ich denke, es sollte schon früher damit angefangen werden. Vielleicht in der 5. Klasse. Natürlich mit reduziertem Umfang. Und natürlich ersetzt der Unterricht in Klasse 5 nicht den in der Oberstufe. Deshalb denke ich, dass beides wichtig ist: Möglichst früh anfangen und später dann weitere Kompetenzen vermitteln.

  7. #7
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    Letztendlich ja. Dafür sind sie wohl da. Natürlich bedeutet das, dass diese ggf. erst einmal selbst etwas lernen müssen.
    Nicht nur ggf.! So exzellent ist die Ausbildung und Kenntnis (besonders von älteren) Lehrern nun auch wieder nicht.

    Aber irgendwo muss man ja anfangen.
    Das stimmt wohl. Leider funktioniert das nicht anders...

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