Ulrike Schuler
Streitpunkt Zwangsberatung
Spätabtreibung: Deutsche Ärzte fordern
Änderung des Paragrafen 218
"Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an meine Kleine denke.
Manchmal ist es sehr schmerzhaft und an anderen Tagen weniger. Ich
werde diese Schwangerschaft, den Abbruch und mein Kind nie
vergessen." Das schreibt eine 35-Jährige an die
Universitätsfrauenklinik Bonn. Die Frau hatte ihr Kind in der
17. Schwangerschaftswoche abtreiben lassen, nachdem sie erfahren
hatte, dass es behindert sein und unter dem Down-Syndrom leiden
würde. ... ![]()
"Das Gesetz bietet viel Raum für subjektive
Bewertungen"
Interview mit der Professorin Anke Rohde
Die Psychiaterin und Psychotherapeutin Anke Rohde leitet den
Bereich "Gynäkologische Psychosomatik" an der
Universitätsfrauenklinik Bonn. Dort werden von der Professorin
seit vielen Jahren unter anderem Patientinnen betreut, die durch
Pränataldiagnostik erfahren haben, dass ihr Kind behindert
sein wird. Vor vier Jahren wurde im Rahmen eines Modellprojekts
für die Betreuung solcher Patientinnen und ihrer Partner eine
spezielle psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie eingerichtet.
Das Beratungsprojekt ist mit einer wissenschaftlichen
Begleitforschung verbunden, die vom Bundesfamilienministerium
unterstützt wird. ... ![]()
usu
Spätabtreibungen
Stichwort
Unter Spätabtreibungen versteht man in der Regel
Abbrüche jenseits der 23. Schwangerschaftswoche, also ab dem
Zeitpunkt, ab dem die Lebensfähigkeit des Kindes gegeben ist.
Meist geht dem Abbruch dann die Tötung des Kindes - der
Fetozid - voraus. Nach Paragraf 218 des ... ![]()