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Das Parlament
Nr. 33-34 / 09.08.2004

 
Bundeszentrale für politische Bildung
 

Gundel Köbke
* Warum unsere Gesellschaft mehr Kinder braucht
Die Politik hat doch nur indirekten Einfluss auf die Familiengründung

Wir brauchen mehr Kinder, weil wir als Gesellschaft sonst keine Zukunft haben - sagt der neue Bundespräsident Horst Köhler. Weil eine Familie mit Kindern ökonomisch Charme hat - sagt die Bundesfamilienministerin. Weil sich Sozial- und Rentenversicherung sonst nicht mehr bezahlen lassen - errechneten die Ökonomen. Deutschland steht von insgesamt 190 Ländern bei der Geburtenrate auf dem 185. Platz. Angesichts einer extrem niedrigen Geburtenrate, die in Europa nur noch von dem angeblich so kinderfreundlichen Italien, aber auch von einigen der neuen EU-Beitrittsländer unterboten wird, fürchtet man vor allem auch um den künftigen Wohlstand. ... mehr

Susie Reinhardt
* In Zeiten der Bastelbiografie verzichten immer mehr Frauen auf Nachwuchs
Wahlfreiheit mit Nebenwirkungen

Deutschland hat mit weniger als 1,3 Kindern pro Frau eine der niedrigsten Geburtenraten in Europa. Inzwischen bleibt fast jede Dritte des Jahrgangs 1965 kinderlos, unter Akademikerinnen sind es bereits rund 40 Prozent, die nicht Mutter werden. Was sind die Gründe? Die Zeiten des Babybooms sind lange ... mehr

Eva Wunderer
* Warum immer mehr Ehen in Scheidung enden
Mit Toleranz im Gepäck für die wichtigste Entdeckungsreise des Menschen

Die Ehe ist "der Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist". So die ernüchternde Beschreibung des irischen Schriftstellers Oscar Wilde - und die Statistik scheint ihm Recht zu geben. Die Zahl der Eheschließungen fällt seit Jahrzehnten, die der Scheidungen steigt. ... mehr

Stephan Lüke
* 2003 wuchs jedes fünfte Kind in einer Ein-Eltern-Familie auf
Lebensbewältigung mit guten sozialen und formellen Netzwerken

Es ist eine beglückende Erfahrung, nach einer Übergangszeit feststellen zu können: Ich bin alleinerziehend und mir und meinem Kind geht es gut." Erika S. steht mit dieser Aussage nicht alleine da. Forscher halten fest, dass es etwa einem Drittel der 2,5 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland gut ... mehr

nick
* Familienform Alleinerziehende
Förderung der Gleichberechtigung

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) vertritt bundesweit die Interessen von zweieinhalb Millionen Einelternfamilien. In dieser Familienform leben ledige, getrennte, geschiedene oder verwitwete Eltern mit ihren Kindern zusammen. Der Verband kümmert sich auch um die Ansprüche von ... mehr

igo
* Zukunftsforum
Chancengerechtigkeit

Der im Oktober 2002 auf Initiative der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mitgegründete Fachverband "Zukunftsforum Familie" ist ein gemeinnütziger Verein. Er steht Verbänden und Organisationen, deren Einrichtungen und Diensten sowie Selbsthilfegruppen und Einzelpersonen offen. Die Familienpolitik des Forums ... mehr

Berd Eggen
* Neue Facette in einer Vielfalt von Familiennormen
Leben unterm Regenbogen

Keine andere private Lebensform löst solche heftigen Emotionen und ideologisch begründeten Diskussionen aus wie die gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft mit Kindern. Immerhin stehen tief sitzende Überzeugungen unserer Kultur zur Diskussion und damit zur Disposition; es sind kulturelle Gewissheiten über Geschlecht, Sexualität, Ehe und Elternschaft. Im Kern des Streites stehen die persönlichen Entwicklungen des Kindes und die Eigenschaften der Eltern. ... mehr

Eckhard Stengel
* "Enweder kommt die Arbeit zu kurz oder das Kind - und die Partnerschaft sowieso"
Nichts für Perfektionisten: Wie allein erziehende Väter ihren Alltag meistern

Mein Sohn sitzt gerade auf dem Töpfchen, und ich habe endlich Zeit, mal kurz in die Zeitung zu schauen. Erstaunlich, was die Kollegen so schreiben: "Der Münchner Pipi-Verlag feiert heute seinen 100. Geburtstag." Oh, das war wohl ein Freudscher Verleser. Als Vater denkt man eben eher an Pipi und ... mehr

Ulrike Gropp
* "Wie können Frauen heute noch Mütter sein?"
Das unbequeme Glück

Aus einem Schulaufsatz zum Thema "Wie verbringt Deine Mutter ihre Tage?" - Antwort einer zehnjährigen Journalistentochter: "Die eine Hälfte des Tages ist sie zu Hause, die zweite Hälfte unterwegs - und in der dritten Hälfte des Tages schreibt sie!" So ähnlich wird Theresa, heute zwei Jahre alt, vielleicht auch einmal von uns, ihren Eltern sprechen. Als von seltsam gehetzten Wesen, deren Tage mindestens 36 Stunden haben müssten. Weil wir uns die normalste Sache von der Welt zumuteten: als berufstätiges Paar ein Kind zu haben. ... mehr

Karl-Otto Sattler
* Auch die Kleinen wollen ernst genommen werden
Die Kinderkommission des Bundestages engagiert sich für die Belange der ganz Jungen

Den wachsamen Augen des Adlers entgeht Ingrid Fischbach nie. Im Büro der Bundestagsabgeordneten sitzt der Stoffvogel auf der Rückenlehne eines Sofas und beobachtet genau, ob die Vorsitzende der Kinderkommission ihren Auftrag auch entschieden wahrnimmt. "Das ist unser Maskottchen", lächelt die ... mehr


* "Deutschland ist insgesamt zu wenig kinderfreundlich"
Im Gespräch: Kerstin Griese (SPD), Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag

Das Parlament Frau Griese, die meisten Menschen, Jüngere wie Ältere, stehen der Lebensform Familie positiv gegenüber. Doch immer weniger Menschen leben diese Lebensform, wenn man definiert, dass Familie da ist, wo Kinder sind. Warum sind Politik, Wirtschaft und Gesellschaft so spät aufgewacht, um ... mehr

Martina Fietz
* Keimzelle der Gesellschaft stärken
Vom Lastenausgleich zum Leistungsausgleich

Das Thema Familie hat Konjunktur. Kein Politiker, der nicht Kinder als die Zukunft der Gesellschaft preist. Kein Medium, das sich nicht in irgendeiner Form mit den vielen Facetten des Kindseins in Deutschland befasst. Doch aus der Nische, in der sie jahrelang ihr Dasein fristeten, rückten Eltern und ... mehr

Christel Humme MdB
* Qualitätsorientierter Ausbau der Tagesbetreuung
Mit welchen parlamentarischen Initiativen müssen Familien gestärkt werden?

Fast alle jungen Menschen in Deutschland wollen eine Familie gründen. Aber 30 Prozent der Frauen bleiben kinderlos. Mit unserer niedrigen Geburtenrate gehören wir zu den Schlusslichtern in Europa.Wieso klaffen Wunsch und Wirklichkeit soweit auseinander? An der finanziellen Unterstützung von Familien ... mehr

Maria Eichhorn MdB
* Wahlfreiheit und Unterstützung anbieten

Kinder bedeuten Glück, geben unserem Leben Sinn und sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Das Kindeswohl steht im Mittelpunkt unseres familienpolitischen Gesamtkonzeptes, das in drei Bereichen ansetzt: Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit, finanzielle Gerechtigkeit für Familien und ... mehr

Ekin Deligötz MdB
* Stärkere Fokussierung auf eine bessere Infrastruktur

Nachdem die Bundesregierung seit 1998 zahlreiche Verbesserungen im Bereich der Kinderrechte und der finanziellen Unterstützung von Familien realisiert hat, liegt nun der zentrale Schwerpunkt rot-grüner Kinder- und Familienpolitik beim Ausbau und der qualitativen Verbesserung der ... mehr

Ina Lenke MdB
* Bedingungen verbessern und finanziell entlasten

Im Vordergrund liberaler Familienpolitik stehen die Schaffung besserer Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine spürbare finanzielle Entlastung von Familien. Das neue Steuerkonzept der FDP (Bundestagsdrucksache 15/2349) trägt den vielfältigen Formen des familiären ... mehr

Stephan Küke
* Mehr Chancen für die Kleinsten
Aufbruch im Betreuungsentwicklungsland

"PISA sei Dank", seufzte unlängst im privaten Kreis eine junge Mutter, die bis zur Veröffentlichung der Bildungsstudie immer wieder rechtfertigen musste, dass sie ihren Felix mit einem halben Jahr in eine Berliner Kindertageseinrichtung gebracht hatte. Seit PISA und dem Bekanntwerden der (erfolgreicheren) Bildungskonzepte der europäischen Nachbarländer gestehen die Freunde ihr nun zu, durchaus auch im Interesse ihres Sohnes gehandelt zu haben - und nicht nur in ihrem eigenen, wie der Vorwurf häufig lautete. ... mehr

Beatrix Lampe
* Immer mehr Städte setzen auf einen Klimawandel
Vom "Störfaktor" Kinder zum Generationen-Miteinander

Für Kinderfreundlichkeit in Deutschland sind Hort- und Spielplätze nicht die wichtigste Messlatte. Familien wünschen sich vor allem eine Atmosphäre, in der Kinder nicht als "Störfall" gelten, sondern das Miteinander der Generationen als Bereicherung empfunden wird. Bundesweite Modellprojekte erforschen, wie Städte und Gemeinden aktiv zur Klimaverbesserung beitragen können. ... mehr


* "Durch meine Lebensform mache ich auch anderen Mut!"
Im Gespräch: Ursula von der Leyen, Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit des Landes Niedersachsen

Das Parlament Frau von der Leyen, als Familienministerin müssen Sie fast Ihren gesamten Haushalt für vom Bund festgeschriebene Pflichtaufgaben ausgeben. Welche Familienpolitik können Sie da überhaupt noch auf Länderebene gestalten? Ursula von der Leyen Familienpolitik gestalten heißt für mich nicht, ... mehr

Florian Kain
* Paare mit Nachwuchs brauchen mehr als attraktiven Wohnraum
Hamburg steuert einen neuen Kurs in der Familienpolitik

Hamburg zählt zweifellos zu den attraktivsten Wohnorten Deutschlands. Das einzigartige maritime Flair, viele Grünflächen, schmucke Altbauten, der Hauch von Internationalität und ein besonders breit gefächertes Angebot an Freizeit-, Vergnügungs-, aber eben auch Arbeitsmöglichkeiten bescheren dem Stadtstaat immer wieder Spitzenplätze in den Studien jener Forscher, die die Lebensqualität in deutschen Landen unter die Lupe nehmen. Doch der schöne Schein trügt. Unter der Oberfläche brodelt es - und zwar gewaltig. Denn viele Bürger verlassen die pulsierende Metropole, verlegen ihren Daseinsmittelpunkt ins beschaulichere schleswig-holsteinische oder niedersächsische Umland wie zum Beispiel nach Pinneberg, Stormarn, Harburg oder Stade. ... mehr

Jutta Witte
* Eine bessere Infrastruktur hilft den Eltern und der Wirtschaft
In der Kinderbetreuung haben die neuen Bundesländer die Nase vorn

Kinderlosigkeit gilt in Deutschland als das demographische Problem schlechthin. Über fehlende finanzielle Unterstützung können sich deutsche Familien mit Kindern zwar kaum beklagen. Dennoch stagniert die Geburtenrate bei 1,29 in den alten und 1,2 Kindern in den neuen Bundesländern. Damit gehört die ... mehr

Sabina Janssen
* Pendeln zwischen Kinderzimmer und Konferenzsaal
Unternehmen: Flexiblere Arbeitszeiten und Familienfreundlichkeit

Das Problem ist bekannt, in der Diagnose sind sich die Experten einig: Die niedrige Geburtenrate stellt die Bevölkerungspyramide auf den Kopf, die Deutschen werden immer weniger und immer älter. Den Sozialkassen droht der Kollaps, auf dem Arbeitsmarkt werden die jungen, qualifizierten Arbeitskräfte knapp. Und solange sich die deutschen Frauen weiterhin zunehmend weigern, Kinder zu bekommen, wird sich an diesem Szenario wenig ändern. ... mehr

Antje Flade
* Mehr Verkehrssicherheit und Spielräume für Kinder
Mobilität mit Hindernissen

In der Verkehrsplanung und Verkehrspolitik sind die Belange von Familien bislang kaum berücksichtigt worden. Während beispielsweise der Begriff "familienfreundliches Wohnen" durchaus geläufig ist, lässt sich das beim "familienfreundlichen Verkehr" nicht feststellen. Im Verkehrsbereich dominieren ... mehr

Margot Käßmann
* Vertrauen als "Schutzimpfung" gegen die Versuchungen
Mut zur Erziehung

Immer wieder ist in den vergangenen Jahren von einer "Erziehungskatastrophe", manchmal auch von einem "Erziehungsnotstand" die Rede. Geradezu genüsslich wird erklärt, die 68er-Generation habe alle Maßstäbe über den Haufen geworfen und wir seien nun ohne jede Orientierung für Erziehung sozusagen hilflos mit den Kindern unserer Zeit in der Krise. ... mehr

Jürgen Liminski
* "Die Zukunft der Menschheit geht über die Familie"
Stark im Geiste, schwach in der Tat - Familie und Kirchen in Deutschland

Es gibt keine andere global ausgreifende Institution, keinen anderen global player, der so eng sein Schicksal mit dem der Familie verwoben sieht wie die katholische Kirche. "Die Familie ist der Weg der Kirche", schreibt Johannes Paul II., und: "Die Zukunft der Kirche geht über die Familie." Kein ... mehr

Britta Mersch
* Eltern fordern und fördern
Neue Formen der Mitarbeit an Kindertagesstätten und Grundschulen

Die Mitarbeit der Eltern an Grundschulen und Kindertagesstätten wird zunehmend wichtiger, das haben pädagogische Einrichtungen längst erkannt. Doch auch wenn es an Grundschulen und Kindertagesstätten erste Erfolge gibt - in der Elternarbeit wird noch lange nicht genug getan. ... mehr

Nora Miethke
* Baby und Beruf sind vereinbar
Arbeitgeber halten Fachkräfte - und sparen noch Kosten

Franklin gähnt, als seine Mutter ihn auf den Arm nimmt. "Er hat heute kaum geschlafen", sagt die Krippenerzieherin zu seiner Mutter Elly Tanaka. Es ist 15 Uhr und der sieben Monate alte Junge geht jetzt nach Hause. Da nimmt ihn eine ältere Dresdnerin in Empfang, damit seine Mutter noch einmal für ... mehr

Ines Gollnick
* Auf dem Weg zu einer neuen Unternehmenskultur
"Allianz für die Familie"

Investitionen in Familienfreundlichkeit bringen Rendite. Gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und klein- und mittelständischen Unternehmen hat die Prognos AG im Auftrag des Bundesfamilienministeriums Berechnungen vorgelegt, die erstmalig die positive ... mehr

Ulrike Gropp
* Vom Ende der Gesundheit
Die heranwachsende Generation

"In meiner Klasse haben eigentlich fast alle irgend eine Allergie", sagt der neunjährige Leipziger Schüler Paul. "Das ist doch ganz normal, ich kenne kaum jemand, der nicht gegen irgendwas allergisch ist." Der Drittklässler selbst leidet an Asthma Bronchiale und muss nach eigenem Bekunden "ziemlich oft zum Arzt". Beim Sport darf er nur die wenig anstrengen den Übungen mitmachen, "weil ich sonst schrecklichen Husten und keine Luft mehr kriege". Paul empfindet sich deshalb als ein Kind, das "nicht richtig krank, aber auch nicht richtig gesund" ist - eine Erfahrung, die er und seine Eltern mit einer wachsenden Zahl von Familien teilen. ... mehr

Tina Heidborn
* Familiäre Eigeninitiative steigert den Schulerfolg
Bildungsdefizite behindern die Integration

Abiturientenfeier im Roten Rathaus in Berlin: Aufgeregte Eltern drängen sich zwischen Jugendlichen, die betont cool wirken wollen. Locken glänzen, Röcke werden gezupft, man hat sich fein gemacht. Der Berliner Bildungssenator Klaus Böger und der Türkische Bund Berlin haben an diesem Nachmittag zur ... mehr

Kurt Hahlweg und Yvonne von Wulfen
* Triple P - Ein Programm gibt Eltern und Kindern Hilfe
Vorbeugen ist besser als Therapie

Eltern produzieren sie, ohne Risiken und Nebenwirkungen zu bedenken, und nach neun Monaten werden sie frei Haus geliefert - ohne Gebrauchsanweisung. Dann sind sie da, die süßen Kleinen - aber leider sind nicht alle Kinder so pflegeleicht, wie man sich das vorgestellt hatte. Im Entwicklungsverlauf wird es in den meisten Familien zumindest hin und wieder Krisen geben. Ein erheblicher Prozentsatz von Eltern sind im Hinblick auf ihre Erziehungsaufgaben unsicher und zweifeln, ob sie sich richtig verhalten. ... mehr

Armin Himmelrath
* Suche nach neuer Balance zwischen privater und öffentlicher Erziehung
Deutsches Verständnis von der Kindheit

Als Iris Kahan 1993 nach Deutschland kam, ahnte die Israelin noch nicht, wie groß der Kulturschock für sie werden würde. Nicht die deutsch-jüdische Vergangenheit oder die neue Sprache waren die größten Hindernisse, sondern ein ganz anderes Thema spielte plötzlich eine große Rolle: "Erst nachdem 1995 ... mehr

Sabine Gries
* Es ist eine Harmonie auf Biegen und Brechen
In Frauenheftromanen folgen Familiendarstellungen eigenen Gesetzen

Um es vorwegzunehmen: Die ewig währende romantische Liebe ist im trivialen Frauenheftroman durchaus nicht das höchste Ziel, das von der Heldin angestrebt wird. Ihr wahres Ziel lässt sich am besten mit dem Begriff "Leben in Harmonie" umschreiben. Dabei bedeutet dieses Leben in Harmonie ein von Problemen und Sorgen ungestörtes Dasein, das in krassem Gegensatz zu eben jenen Schwierigkeiten und Anfechtungen steht, mit denen die Romanfiguren sich im Laufe der Handlung auseinandersetzen müssen. Diese Probleme sind durchaus nicht harmlos und wären in der Realität nur schwer zu bewältigen oder zu lösen. ... mehr

Barbara Borgloh und Miriam Böckel
* Wenn aus Liebe rote Zahlen werden
Studie zu den wirtschaftlichen Folgen von Trennung und Scheidung

Seit Jahren bleiben die Scheidungszahlen in Deutschland auf hohem Niveau. Im Durchschnitt wird derzeit jede dritte, in Großstädten sogar jede zweite Ehe, geschieden. Neben einer Reihe psychosozialer Probleme, die durch eine Scheidung verursacht werden können, stellen insbesondere die ... mehr

Sonja Menning
* Entwickelt sich Europa zum Kontinent der Kinderlosen?
Strukturwandel der Familie

Die Staaten Europas befinden sich mitten in einem Prozess, der ihre Bevölkerungsstrukturen grundlegend verändert. Die Bevölkerung altert durch die Zunahme der Lebenserwartung und durch Geburtenzahlen, die über lange Zeiträume hinweg unter dem Generationenersatzniveau lagen. Die Alterung der Bevölkerung in den europäischen Ländern hängt aber auch zusammen mit dem Wandel des familialen Zusammenlebens. ... mehr


* "Nur weil der Bauch wächst, schrumpft nicht das Gehirn"
Im Gespräch: Silvana Koch-Mehrin MdEP

Das Parlament Frau Koch-Mehrin, offenbar sind Sie der Typ Frau, der vieles bewältigen kann. Sie sind Unternehmerin, frisch gewählte EU-Parlamentarierin, junge Mutter und Lebensgefährtin eines irischen Anwalts. Wie bekommen Sie diese Rollen unter einen Hut? Silvana Koch-Mehrin Bislang klappt das, ... mehr

Margit Miosga
* Sinkende Geburtenzahlen zwingen zum Handeln
Familienpolitik in den neuen EU-Mitgliedstaaten

Bevor die zehn Neuen Mitglieder im EU-Klub werden durften, wurden ihre Verwaltung, ihre Justiz und ihre Wirtschaftspolitik genau beobachtet und beurteilt. Monitorberichte protokollierten über Jahre die Entwicklung in Landwirtschaft und Haushalt, im Warenverkehr und beim Kampf gegen Korruption. Die Berichte hielten Mängel und Erfolge fest, erwähnten Maßnahmen gegen Kartoffelfäule oder für Wasserqualität. Das Wort "Familienpolitik" ist in den beobachtenden Länderreports nicht zu finden. Thematisch am nächsten kommt ein sich wiederholender Passus: "Die beigetretenen Länder sind mit der Politik in den Bereichen Gleichbehandlung von Männern und Frauen, sozialem Dialog, Beschäftigung, sozialer Eingliederung und Sozialschutz vertraut." Ende. ... mehr