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Stand: 12.03.2004
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Beileidsbekundung von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse am Freitag, 12. März, im Plenum anläßlich der Serie von Bombenanschlägen in Madrid

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Entsetzt und fassungslos haben wir gestern die Nachrichten vernommen, dass in Madrid eine ganze Serie von Bombenanschlägen auf Vorortzüge und Bahnhöfe immer mehr Menschen, Männer, Frauen und Kinder verletzte und in den Tod riss. Noch lassen sich über die Mörder, die diese Anschläge planten und verübten, nur Vermutungen anstellen, und noch immer herrscht nicht endgültige Klarheit über die Zahl der Opfer. Es sind bisher fast 200 Tote und etwa eineinhalb Tausend Verletzte. Eine furchtbare Tragödie. Allen, allen gilt unser Mitgefühl und unser Beileid!

Das müssen wir begreifen: Zum ersten Mal trifft eine terroristische Attacke diesen Ausmaßes ein Land der Europäischen Union. Der Terrorismus rückt näher, denn diese wahnsinnigen Anschläge sollten unmittelbar das Alltagsleben der Menschen einer der großen Hauptstädte Europas treffen. Diese Anschläge und ihre Urheber zielen auf das ganze spanische Volk und damit auf uns alle in Europa. Das sollte und das muss uns einigen in Abscheu und in Abwehr gegenüber dem Terrorismus.

Wir stehen an der Seite des spanischen Volkes und des spanischen Parlaments.

Jetzt geht es darum, die europäische, die menschliche Zivilisation gegen terroristische Mörder zu verteidigen, die, mit welchem Ziel und mit welcher Begründung auch immer, nicht davor zurückschrecken, den Alltag in ein Schlachtfeld zu verwandeln.

Der Deutsche Bundestag und die Bürgerinnen und Bürger ganz Deutschlands empfinden für die Hinterbliebenen der Opfer tiefes Mitgefühl, und unsere Gedanken sind bei denen, die mit ihren schweren Verletzungen in den Krankenhäusern behandelt werden.

Exzellenz, Herr Botschafter Rodriguez-Spiteri, ich möchte Sie von dieser Stelle aus bitten, für die Menschen Ihres Landes, sein Parlament und seine Regierung unsere tief empfundene Anteilnahme und unsere Solidarität entgegenzunehmen.

2.023 Zeichen

Quelle: http://www.bundestag.de/bic/presse/2004/pz_0403122
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