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Informationen über dieses Dokument: Seitentitel: Durch die Sitzungswoche
Gültig ab: 15.06.2007 09:19
Autor: Sebastian Kreideweiß
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Durch die Sitzungswoche

Josef Göppel (CDU/CSU)
Nichts auf die lange Bank schieben: Josef Göppel (CDU/CSU).
© DBT/studio kohlmeier

Volles Programm im Parlament

MITTWOCH

Es regnet an diesem Morgen, aber der Abgeordnete Josef Göppel kommt zu Fuß in den Bundestag. 15 Minuten frische Luft für den einstigen Förster aus dem bayerischen Landkreis Ansbach. Das ist gut vor einem langen Arbeitstag. Der beginnt nach kurzen Absprachen im Büro mit der 52. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Josef Göppel, Jahrgang 1950, ist der Obmann der CDU/CSU-Fraktion für diesen Ausschuss. Heißt, er sollte über alles Bescheid wissen, was hier an jedem Sitzungswochen-Mittwoch diskutiert und beraten wird. Viel Ausdauer möchte man so einem Abgeordneten wünschen angesichts einer Tagesordnung, die 23 Punkte umfasst, alle wichtig und einige schwergewichtig. Um 11 Uhr wird der Bundesumweltminister, Sigmar Gabriel, erwartet, der dem Ausschuss über die Klimakonferenz in Bali im Dezember 2007 berichtet und über die Ergebnisse einer epidemiologischen Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Atomkraftwerken. Außerdem steht das Nationale Klimaschutzprogramm auf der Tagesordnung, ein Antrag befasst sich mit der Frage, wie man Menschen vor Emissionen aus Laserdruckern, Laserfax- und Kopiergeräten schützen kann, und es liegt der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gentechnikgesetzes vor. Wichtige Themen, von denen keines auf irgendeine lange Bank geschoben gehört.

Elektronische Anzeigetafel mit Sitzungszeiten der Ausschüsse
Elektronische Anzeigetafel mit Sitzungszeiten der Ausschüsse
© DBT/studio kohlmeier
Klimaschutz, sagt Josef Göppel, stehe bei ihm ganz oben auf der Liste der wichtigen Angelegenheiten. Er war in Bali dabei und hat sich dort angehört und angeschaut, ob und wie die Umwelt den Menschen und sein Handeln erträgt. Und was zu tun ist. „Stellen Sie sich vor”, sagt der Abgeordnete, „ich werde nachher zum Tagesordnungspunkt Wasserknappheit und Dürre in der EU reden. 100 Millionen Menschen und 33 Prozent des Gebietes der EU sind davon betroffen. Das muss man sich eindringlich vor Augen führen. Wie wichtig zum Beispiel eine engagierte deutsche Klimapolitik ist. Ich werde drängen”, sagt er und lächelt. Einer, der 22 Jahre Förster im Revierdienst war, weiß, was auf dem Spiel steht, wenn Luft, Wasser, Wald nicht geschützt werden. „Nur keine Zeit verlieren”, sagt Josef Göppel.

Von Ausschuss zu Ausschuss: Halle des Paul-Löbe-Hauses.
Von Ausschuss zu Ausschuss: Halle des Paul-Löbe-Hauses.
© DBT/studio kohlmeier
Nach dem Ausschuss wird er sich mit seinen Mitarbeitern zusammensetzen und eine Liste weiterschreiben, die alle Änderungswünsche zu bestehenden Kabinettsbeschlüssen enthalten soll. Es wird eine lange und wichtige Liste. Um 15 Uhr geht es dann weiter mit dem innerfraktionellen Arbeitskreis Energie. Josef Göppel wird über Bali reden. Über Bali und Europa und Deutschland und über die Luft, die der Mensch zum Atmen braucht. Hier wie dort. Und am nächsten Tag spricht er dann im Plenum darüber. Frei. „Ich liebe die freie Rede. Außerdem komme ich vom Land, da muss man unter schwierigsten Umständen frei reden. In einem großen Bierzelt zum Beispiel.” Bierzelt ist nicht einfach. Aber 23 Tagesordnungspunkte in einer Ausschusssitzung — das klingt ebenso nach Schwerstarbeit. Hoffentlich zumindest in einem guten Klima. Damit sich was tut.

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Text: Kathrin Gerlof
Aktualisiert am 7. Juli 2008


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