Blog der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft

Nicole Simon
29. Oktober 2012 von Nicole Simon | 9 Kommentare

Enquete-Kommission des Bundestages lädt zur Blogparade ein: Was geht (gar nicht) im Netz?

Schlechtes Online-Benehmen verhindert gute Diskussionen. Was muss sich ändern, damit der Austausch im Netz wieder Spaß macht? Die Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Deutschen Bundestages experimentiert mit neuen Formen der Bürgerbeteiligung und lädt zu einer Blogparade ein.

Update: Auf Wunsch der möglichen Teilnehmer, doch noch etwas Zeit zu haben, haben wir den “Einsendeschluß” auf Sonntag, den 16.12 verschoben. Wer jetzt also noch nicht hat – ran!

Enquete, was ist das?
Die Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Deutschen Bundestages beschäftigt sich in verschiedenen Projektgruppen mit der Frage “Was sollte der Bundestag wissen zum Thema Internet”. Hier hat jeder Bürger und jede Bürgerin die Möglichkeit, sich z.B. mit Handlungsempfehlungen an den Projektgruppen zu beteiligen, die regelmäßig in die Arbeit der Projektgruppen einfließen.

Am Ende stehen Empfehlungen an den Deutschen Bundestag, die in einem offiziellen Schriftstück des Parlaments, einer Drucksache, festgehalten und zur Grundlage zukünftiger Gesetze werden können. Wie so ein Bericht aussieht, kann man zum Beispiel hier am Beispiel Medienkompetenz sehen.

Die Gruppe “Medien, Kultur, Öffentlichkeit” möchte nun noch einen Schritt weitergehen und in ihrem Bericht die Ergebnisse dieser Blogparade dokumentieren. Ziel soll es sein, neben den von der Projektgruppe bearbeiten Inhalten (siehe Arbeitsprogramm hier) dem Leser weitere Denkanstöße zu geben.

Was sind Ihre Top 3-Regeln für Kommunikation im Netz?
Reicht es, die Regeln zu verschärfen und den Laden nachts abzuschließen, damit keine Trolle ihr Unwesen treiben können? Ist der digitale Meinungsaustausch vielleicht eine völlig neue Kulturtechnik, die erst einmal erlernt sein will? Oder gelten offline wie online die gleichen Regeln für eine gelungene, respektvolle Kommunikation? Wie schädlich ist Anonymität? Brauchen wir einen “Aufstand der Anständigen”, eine digitale Zivilcourage?

Was kann der Gesetzgeber tun? Muss er überhaupt etwas tun? In diesem Rahmen werden Beiträge oder Statements gesucht, die den Enquete-Mitgliedern helfen, Handlungsempfehlungen für den Bundestag zu formulieren und die Diskussion voranbringen. Geplant ist mindestens, die Artikel mit Verfasser, Überschrift und Kurzbeschreibung im Bericht aufzunehmen.

Wer wird das lesen und warum soll ich dort mitmachen?
Empfänger des Berichtes sind zuallererst die Abgeordneten des Bundestages. Selbstverständlich wird aber ein solcher Bericht (gerade aus der Projektgruppe “Kultur”) in den Ländern und Institutionen weitergereicht und aufmerksam studiert und zitiert.

Anders formuliert: Dies ist eine Chance, einen Kreis von Lesern zu erreichen, die sich sonst weniger mit diesen Themen auseinandersetzen würden und die erst recht nicht “im Internet” nach Diskussionen schauen würden. Zum Vergleich: Der Ende Original-Link -->letzte Bericht einer andere Enquete-Kommission nur zum Thema “Kultur in Deutschland stammt aus dem Jahre 2007.

Rahmenbedingungen
Bitte schreiben Sie Ihren Beitrag bis zum 16. Dezember 2012 in Ihrem Blog und weisen uns
entweder durch Verlinkung zu diesem Beitrag, hier in den Kommentaren, auf Ende Original-Link -->Twitter, Hashtag: Ende Original-Link -->#eidg oder per E-Mail [enquete.internet@bundestag.de] auf Ihren Artikel hin. Anders als bei einer normalen Blogparade kann dieses auch gerne ein bereits erschienener Artikel sein.

Für allgemeine Anregungen / Hinweise / Kritik verwenden Sie Ende Original-Link -->bitte die anderen Kanäle.

Die Projektgruppe Medien, Kultur, Öffentlichkeit der Enquete-Kommission freut sich auf spannende Beiträge!

9 Antworten auf “Enquete-Kommission des Bundestages lädt zur Blogparade ein: Was geht (gar nicht) im Netz?”

  1. Hier gibt es eine Übersicht der bisher eingegangenen Beiträge zur Blogparade:

    Partizipation – Wir sind neu hier!
    Ende Original-Link -->http://www.kritikkultur.de/2012/11/05/partizipation-wir-sind-neu-hier/

    Blogparade: Was geht (gar nicht) im Netz?
    Ende Original-Link -->http://snoopsmaus.de/2012/11/blogparade-was-geht-gar-nicht-im-netz/

    Kant und die Netiquette
    Ende Original-Link -->http://blog.hildwin.de/2012/11/26/blogparade-eidg-kant-netiquette/

    Kommunikation im Netz: Akklamation statt Partizipation …
    Ende Original-Link -->http://steglitzmind.wordpress.com/2012/11/27/kommunikation-im-netz-akklamation-statt-partizipation/

    Hinweisen möchten wir auch auf den Kommentar von Achim Hohlfeld auf blogfraktion.de…
    Ende Original-Link -->http://blogfraktion.de/2012/11/12/die-internet-enquete-fragt-nach-ihrer-meinung/#comments

    … sowie auf einige ältere Beiträge von Malte Steckmeister:
    Digitale Netzbürgerrechte “gegen” Plattformanbieter
    Ende Original-Link -->http://blog.stecki.de/archives/275-Gebt-uns-digitale-Grundrechte-Gesetze-gegen-Gatekeeper.html

    Unter den Stichworten “das ist alles erst der Anfang / Exponentialität / Singularität”:
    Ende Original-Link -->http://blog.stecki.de/archives/273-Wo-stehen-wir.html

    Sowie Passagen aus:
    Ende Original-Link -->http://blog.stecki.de/archives/268-Friedrich-im-netzpolitischen-Tiefflug.html

    Pingbacks hier im Blog sollten nun wieder funktionieren – wir freuen uns auf weitere Beiträge!

  2. Einen guten Tag an die “Enquete-Kommission” !

    Zu Ihrem Aufruf: Kommunikation im Internet,
    sende ich Ihnen meine vorläufige Einschätzung der Lage:

    Ende Original-Link -->http://cafegaenger.wordpress.com/2012/11/30/netzkommunikation-vollig-daneben/

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und gutes Gelingen

    Stefan Dernbach, Siegen ( NRW )

    ( Freier Autor, Dipl.-Sozaiarbeiter )

  3. tauss sagt:

    Zur Netzkultur gehört es zuförderst, sich einer Diskussion zu stellen und auch kritische Fragen zu beantworten. Wer dies, wie Frau Simon oder das eidg – Sekretariat nicht tut, sollte über alles reden: Aber bitte nicht über Netz”kultur”. Insofern kann man den Wunsch nach Beteiligung auch über den 16.12. hinaus getrost auf den St. Nimmerleinstag verschieben. Denn Veralbern kann man sich selbst. Dafür braucht es weder eine Frau Simon noch einer Enquete.