Blog der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft

Mit ‘Dialog’ getaggte Artikel

Abstimmung zum Thema Urheberrecht

Donnerstag, 19. Mai 2011

Vor der nächsten Sitzung der Enquête-Kommission am 27. Juni, zu der man sich bis zum 20. Juni anmelden kann, ist noch viel zu tun. Es finden die Sitzungen der Projektgruppen statt, die Arbeit an den Handlungsempfehlungen geht weiter, auch die Erstellung der Sondervoten. Außerdem wird in der 111. Sitzung des Deutschen Bundestages am 26. Mai 2011 der Enquête-Tätigkeitsbericht Thema sein.

F√ľr die Adhocracy-Beteiligungsplattform unter Ende Original-Link -->enquetebeteiligung.de, die seit Ende Februar online ist, wird weiterhin tatkr√§ftige ehrenamtliche Unterst√ľtzung gesucht. Derzeit sind dort √ľber 1.450 Nutzer angemeldet, denen √ľber vierhundert Papiere zur Bewertung und Kommentierung zur Verf√ľgung stehen. Und es k√∂nnen nat√ľrlich √Ąnderungsantr√§ge zu den Arbeitstexten eingebracht werden.

F√ľr die Ende Original-Link -->Projektgruppe Urheberrecht k√∂nnen noch bis zum 29. Mai Vorschl√§ge und Bewertungen zu den Handlungsempfehlungen gemacht werden. Die geneigten Blogleser sind also aufgerufen, bis Ende Mai zur Abstimmung zu schreiten, was direkt bei jedem Vorschlag selbst erfolgen kann. Je nach Zustimmung kann der Pfeil einfach nach oben oder nach unten angeklickt werden.

Also los, keine Ausreden! Vorschl√§ge einfach mal lesen, Zustimmung oder Ablehnung signalisieren, gegebenenfalls √Ąnderungen vorschlagen.

Handlungsempfehlungen: Jetzt Vorschläge machen!

Dienstag, 03. Mai 2011

Die bestehenden vier Projektgruppen der Enqu√™te-Kommission kommen so langsam zu ihrem Ende ‚Äď und da wird √ľber die Handlungsempfehlungen diskutiert.

Daher rufen wir alle Internet-Nutzer dazu auf, Vorschl√§ge f√ľr Handlungsempfelungen auf unserer Ende Original-Link -->Online-Beteiligungs-Plattform Adhocracy einzureichen, √ľber diese¬†abzustimmen und sie zu kommentieren! F√ľr drei von vier Projektgruppen ist das m√∂glich: Ende Original-Link -->Netzneutralit√§t, Ende Original-Link -->Urheberrecht und Ende Original-Link -->Datenschutz. Die Projektgruppe Ende Original-Link -->Medienkompetenz ist leider nicht mehr offen, aber dennoch k√∂nnen Vorschl√§ge f√ľr Handlungsempfehlungen per E-Mail an Ende Original-Link -->enquete.internet@bundestag.de mit der Bitte um Weiterleitung an die Kommissionsmitglieder geschickt werden, die dann in unsere Beratung mit einflie√üen. Dies geht nat√ľrlich auch √ľber alle anderen Wege, Kontaktdaten stehen in der Spalte rechts.

TIPP: Je fr√ľher ein Vorschlag eingereicht wird, desto mehr Zeit hat er Stimmen und Kommentare zu sammeln!

Leider startete die Online-Beteiligung erst relativ sp√§t. Daher konnte ‚Äěder 18. Sachverst√§ndige‚Äú ‚Äď also alle Internet-Nutzer ‚Äď bisher nur teilweise eingebunden werden. Wir beachten auch die bisherigen Vorschl√§ge aus der Zeit vor den Handlungsempfehlungen. Aber da das wichtigste sowieso die nun anstehenden Handlungsempfehlungen sind, ist es besonders wichtig hier Ende Original-Link -->teilzunehmen. Also: Vorschl√§ge einreichen, kommentieren, abstimmen!

Fragen an den 18. Sachverständigen im Forum der Enquete

Mittwoch, 05. Januar 2011

Die Arbeit der Projektgruppe Datenschutz nimmt Gestalt an: im Fr√ľhjahr 2011 sollen Ergebnisse unserer vielen Diskussionen, Kontroversen und gemeinsam erarbeiteten Positionen als Teil des Zwischenberichtes der Enquete-Kommission ver√∂ffentlicht werden.

Was haben wir bisher besprochen? Das weite Feld des Themas Datenschutz sollte, so der Anspruch an die Projektgruppe, einmal grunds√§tzlich beleuchtet werden. Allgemein gefragt: was soll eigentlich gesch√ľtzt werden? Welche gesetzlichen Regelungen gibt es schon und wo sto√üen diese an Grenzen? Welche Rolle spielen dabei die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit? Welcher Bereich f√§llt unter die Eigenverantwortlichkeit der Internetnutzer?

Der Bericht der Projektgruppe soll keine abschlie√üende Beantwortung der Fragen liefern, sondern vielmehr Handlungsempfehlungen und neue (Denk-)Richtungen aufzeigen, die k√ľnftig in die Arbeit des Parlaments einflie√üen.

Wir haben von Anfang an den Ansatz verfolgt, das Internet als Kommunikationsmittel in beide Richtungen zu nutzen, und uns eben auch die M√∂glichkeiten, die es f√ľr eine offene Demokratie bietet, zu eigen zu machen. Die √∂ffentlichen Enquete-Sitzungen sowie die Microsite des Bundestages, auf der Sie sich jetzt befinden, sind Ausfl√ľsse dieses Gedankens. Das Forum, das sich auch auf dieser Seite befindet, ist in meinen Augen das wichtigste Tool. Es gibt Raum f√ľr Diskussion, Meinungsaustausch oder einfach zum Ort f√ľr Ideen oder gute gedankliche Ans√§tze. Dieses Potential will ich nun f√ľr meine Projektgruppe einsetzen.

Die hier im Forum eingestellten Fragen spiegeln gr√∂√ütenteils die Punkte, √ľber die am intensivsten in den Projektgruppensitzungen diskutiert wurde, wider. Beispielsweise sei hier die Einwilligung genannt: wann ist ein opt-in-, wann ein opt-out-verfahren sinnvoll? Welche Voraussetzungen m√ľssen gegeben sein, um in die Speicherung und Verwendung seiner pers√∂nlichen Daten einzuwilligen?

Ihre Anregungen und Ansichten werden Anfang Januar zusammengefasst und fließen in die Diskussion um die Formulierung einer Handlungsempfehlung ein. Ich freue mich auf fruchtbare und auch gern kontroverse Anregungen!

Ihr Manuel Höferlin

Partizipation mit Adhocracy

Donnerstag, 30. September 2010

Die Obleuterunde der Enquete-Kommission hat sich heute morgen unter meinem Vorsitz daf√ľr entschieden, die Kommissionsarbeit mit dem Beteiligungswerkzeug Adhocracy zu begleiten. B√ľrgerinnen und B√ľrger sollen sich mit dieser Beteiligungsplattform noch besser in die Arbeit der Kommission einbringen k√∂nnen. Der Entscheidung war ein intensiver Entscheidungsprozess vorangegangen, verschiedene Systeme wurden begutachtet. Am Ende sprach vor allem der Zeitfaktor f√ľr Adhocracy.

Was ist Adhocracy?
Die Software Adhocracy erm√∂glicht es online, Meinungen und Positionen in einem demokratischen Prozess zu entwickeln. Adhocracy bietet die M√∂glichkeit von Abstimmungen, dem Bewerten, Kommentieren und gemeinsamen Erarbeiten von Texten. B√ľrgerinnen und B√ľrger k√∂nnen sich je nach eigenem Interesse entscheiden, wie und in welchem Umfang sie sich beteiligen wollen: Der ‚Äě18. Sachverst√§ndige‚Äú kann eigene Vorschl√§ge einbringen, aber auch Texte bewerten, konkret inhaltlich mitarbeiten beziehungsweise dar√ľber abstimmen.

In den kommenden Wochen wird Adhocracy den Anforderungen der Enquete-Kommission angepasst werden. Daf√ľr sind noch einige Modifizierungen n√∂tig. Ich bin aber zuversichtlich, dass das Pilotprojekt mit Beginn des kommenden Jahres starten kann.

Ein Experiment
Die Enquete-Kommission hat sich mit der Auswahl von Adhocracy auch f√ľr ein Experiment entschieden. Die Entscheidung spiegelt den Wunsch, echte Beteiligung zu bieten. Ich bin gespannt, wie der Prozess weitergeht ‚Äď und freue mich auf rege Beteiligung.

Medienkompetenz ‚Äď Schl√ľsselthema der Wissensgesellschaft

Donnerstag, 12. August 2010

Die Vorbereitungen f√ľr die n√§chste Sitzung der Enquete-Kommission laufen: Am 13. September 2010 wird es unter anderem um das viel diskutierte Thema Medienkompetenz gehen, also um die F√§higkeit, Medieninhalte entsprechend individueller Bed√ľrfnisse und Anspr√ľche gezielt zu nutzen.

Das Internet hat daf√ľr gesorgt, dass uns heute eine enorme F√ľlle medialer Inhalte zur Verf√ľgung steht. L√§ngst geht es nicht mehr nur um die Auswahl und das Verstehen von Medieninhalten, sondern auch um das eigene Bewerten, Produzieren und Gestalten.

Das Thema hat somit viele unterschiedliche Aspekte: Welche Rahmenbedingungen sind f√ľr die Medien- und Internetkompetenz von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern notwendig? Wie kann Medienkompetenz zu einem wesentlichen Bestandteil der Allgemeinbildung werden? Welche M√∂glichkeiten bietet modernes E-Learning, wo sind seine Grenzen? Und wie sollte die Gesellschaft mit gewachsenen Anforderungen an die Medienkompetenz im Zeitalter von Web 2.0 umgehen? Thematisieren m√∂chte ich aber auch die Frage, welche Ma√ünahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz in der Familie und in der Gesellschaft geeignet sind, um negativen Auswirkungen vorzubeugen.

Das sind nur einige wenige Gesichtspunkte zum Thema Medienkompetenz. Durch den Sachverstand ihrer Mitglieder hat die Kommission in den kommenden Monaten die Möglichkeit, das Thema in seiner ganzen Breite zu diskutieren.

Auch die B√ľrgerinnen und B√ľrger sind an dieser Stelle wieder gefragt. Wie sollte Medienkompetenz vermittelt werden? In welchen Bereichen gibt es Handlungsbedarf? Wo liegen die Herausforderungen f√ľr die Vermittlung von Medienkompetenz? Lassen Sie es uns wissen, sehr gerne auch hier in Ihren Kommentaren.